auch bei uns ist die Pandemie nicht vorbei

Ich führe ja hier die Zahlen der Coronapandemie fort auf Deutschland- und Rheinland Pfalz – Ebene. Mit Tageszahl der Infizierten, 7-Tagessumme an Neuinfizierten, sowie einen 7-Tage-Wachstumswert (da vergleiche ich die 7-Tagessummen miteinander).

ALLE diese Indikatoren sind gerade negativ:

  • es gibt aktuell rund 12000 aktiv Infizierte – wir waren bei 4600.
  • die letzten 7 Tage gibt es 7200 Neuinfizierte – wir waren bei 2300
  • der 7-Tagewachstumswert ist seit 4 Wochen fast ausschließlich positv

Man kann das auch an der folgenden Grafik gut sehen. Die hellblaue Kurve zeigt die Neuinfizierte der jeweils letzten 7 Tage an, die kleinen Balken das Wachstum dieser Kurve (positiv wie negativ)

20200814_Grafik.jpg

In Rheinland-Pfalz ist das nicht wirklich besser. Wir waren unten bei einstelligen Neuinfektionen pro Tag. Zuletzt waren es 85!

20200814_Grafik_RLP.jpg

Liebe Risikogebietbereiser, Partygänger, Massenveranstaltungsbesucher: Bitte passt auf eure Mitmenschen auf!

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Wachenheimer Sommer

Heute sozusagen als Episodeneintrag mit mehreren Themenfeldern.

Wachenheimer Baurecht

Ehrlich? Ich habe den Artikel in der Rheinpfalz zur Höhenüberschreitung der Aufstockung am Gebäude Weinstraße 90 (in dem Bella Bici war) heute mehrfach gelesen: So ganz schlau werde ich daraus nicht. Weder die Höhe stimmt, noch die Dachform. Ob Vorsatz oder nicht ist völlig egal: es entspricht nicht der genehmigten Planung. An dieser sensiblen Stelle (eigentlich existierte ein B-Plan, der unwirksam erklärt wurde, das Gebäude wird Bezugspunkt für das große Vorhaben namens Lindenbrunnencarrée) kann man dem nicht mal so kurz zustimmen. Nö Freunde, kommt mit der Höhe aus, die genehmigt wurde. Und nö Verwaltung: akzeptiert keine Salamitaktik.

Wort zur VG-Ratssitzung 5

Die VG-Ratssitzung ist schon wieder eine Weile her. Es ging im Kern um die Fortschreibung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans und genauer um die Beratung der vorgezogenen Beteiligung der Öffentlichkeit. Inhaltlich ist das Thema Einzelhandel darin noch nicht enthalten und es ging meistens um die Flächen, die bereits im Parallelverfahren als Bebauungspläne existieren oder angestrebt werden. Von dieser Seite also keine Überraschungen und auch von Seite der Stellungnahmen gab es keine wesentlichen Überraschungen, so dass der nächste Verfahrensschritt eingeleitet wurde. Jann Müller hat dazu einen Blog-Eintrag erstellt. Lesenswert!

Corona-Sommer: nutzt das Freibad!

Das Wachenheimer Freibad hatte als eines der ersten beiden Freibäder im Landkreis seine Pforten eröffnet. Nachdem sich der Anfangstrubel etwas gelegt hatte, ist nun Routine eingekehrt: Maske im Kassenbereich, Registrierung, maximale Besucheranzahl. Ich gehe regelmäßig dort schwimmen und die anfänglichen Wartezeiten wegen Erreichen der Maximalbelegung gibt es (fast) nicht mehr. Im Gegenteil: es ist erstaunlich wenig los, trotz bestem Schwimmbadwetter.

Auf der anderen Seite lese ich von überfüllten Badeweiher und Flußufern und ständig von Badeunfällen. Geht ins Schwimmbad! Besser und sicherer geht es nicht.

Corona-Sommer: weg mit sinnlosen Sperren!

Verratet mir bitte, warum das Schulgelände mit Bauzäunen in der Ferienzeit abgesperrt ist (wegen Infektionsschutz?!). Weg damit!

Das ist mir auch am Spielplatz in der Dreispitz aufgefallen – nur denke ich, dass der einfach vergessen wurde. Wird leider sowieso sehr selten genutzt.

 

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Wort zur VG-Ratssitzung 4

Am gestrigen Dienstag fand eine bemerkenswerte Sitzung statt:

  • unter Corona-Bedingungen mit großen Abständen in der Friedelsheimer Schwabenbachhalle
  • mit episch langer Tagesordnung
  • und sehr sehr teuer

Es gab auch zwei wegweisende Tagesordnungspunkte, nämlich die Verabschiedung des Wirtschaftsplans für das Abwasserbeseitigungswerk und die Verabschiedung des Doppelhaushaltes für 2020 und 2021.

Teuer: Abwasserbeseitungswerk mit 7 mio€ Maßnahme

Nun kurz zum Abwasserbeseitigungswerk: Nachdem es eine bemerkenswerte Stabilität bei den Gebühren gab (letzte maßgebliche Veränderung 2001), wird es zu 2021 eine Neukalkulation der Gebühren geben. Aus meiner Sicht notwendig, stehen doch (ich sagte teuer) Energieeffizienzmaßnahmen an den Kläranlagen Ellerstadt und Gönnheim an und eine sehr große Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahme an der Kläranlage Wachenheim mit einem Kostenvolumen von rund 7 mio€ verteilt auf ca. 3 Jahre (wenn nicht Corona noch alles weiter verzögert). Für den aktuellen Wirtschaftsplan wirkt sich das noch nicht aus, so dass überwiegend Zahlen fortgeschrieben worden sind. Also Zustimmung.

Ich habe mich in meiner Wortmeldung dahingehend geäußert, dass das „Geschäft Kläranlage“ herausfordernder und anspruchsvoller wird. Man erkennt das am steigenden Personalaufwand, sowie z.B. an der Klärschlammentsorgung (heute 190t€, früher aufs Feld gefahren).

Teuer: Doppelhaushalt mit Defiziten, Anbau an der Schule Friedelsheim-Gönnheim 1,2 mio€, notwendiges Drehleiterfahrzeug für die Feuerwehr für über 600 T€

Im aktuellen Plan hat der Haushaltsplan ein Ausgabevolumen im Ergebnishaushalt von je rund 7 mio€ 2020 und 2021 bei einer Unterdeckung von rund 230 und 300 T€. Das Problem in Coronazeiten ist die hohe Unsicherheit auf der Einnahmenseite (wegbrechende Steuereinnahmen mit vielleicht 450T€ in 2021) und auf der Ausgabenseite (besonders im Sozialhaushalt).

Größere Investitionen sind für die Schulen und für die Feuerwehr vorgesehen. In Friedelsheim-Gönnheim wird im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ganztagsschule ein Anbau geplant. In Ellerstadt ist der marode Schulhof dran und das Drehleiterfahrzeug wird notwendig, da die bisher gerufenen Fahrzeuge aus Bad Dürkheim oder Deidesheim nicht innerhalb von 8 Minuten nach Alarmierung an jedem Punkt in der Verbandsgemeinde sein können (gesetzliche Vorgabe).

Es gab Diskussionen darüber, ob der Haushalt besser im Ausschuss vorberaten werden soll und eventuell in den Ausschuss zurück verwiesen wird. Das war auch (natürlich) ursprünglich so geplant, allerdings für den 17.3.2020, was wegen der Coronasituation nicht möglich war. Die Verwaltung hat angeboten, Fragen einzureichen, um die inhaltlichen Punkte klären zu können. Dieses Angebot habe ich (kurzfristig) genutzt und passende Antworten erhalten. Wir haben keine bessere Idee für den Haushalt erarbeiten können und daher zugestimmt.

Es ist noch vereinbart worden, dass die Beratungen zum eh notwendigen Nachtragshaushalt im November 2020 beginnen, so dass dieser zum Jahreswechsel beschlossen werden kann, wenn die 2020er Zahlen bereits halbwegs bekannt sind.

Einen Punkt haben wir aber gelernt: Der Haushalt als Blätterwerk oder pdf (230 Seiten) ist für eine strukturierte Aufarbeitung in der Sitzungsvorbereitung wenig geeignet, da man immer von der Übersicht in die Details gehen muss, diese dann aber im Blätterwerk erst finden muss (bei zwangsweisem Verlust der Übersicht, die dann wieder zurückgeblättert werden muss). Der Kämmerer hat mir zugesagt, dass er prüft, ob er ein Excel mit Gruppierung oder ein dynamisches xml oder ähnliches aus seinem System herausbekommt. Das wäre extrem hilfreich in Haushaltsberatungen.

Immerhin kleiner Lichtblick: Das Jahr 2019 ist in der Größenordnung 300T€ besser gelaufen als geplant.

Zusammengefasst: halbwegs disziplinierte Sitzung mit einzelnen Diskussionen, die sich im Detail verliefen

Ein Beispiel: Im Zusammenhang mit der Kläranlage Wachenheim (oben: zusammen 7 mio€ Volumen) ging es um die Beauftragung des Prüfstatikers. Da war gar nicht das Hauptproblem die rund 50T€ dafür, sondern die Frage, wie oft das Büro Fahrtkosten von Landau nach Wachenheim geltend machen wird….

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#covid2019 #wachenheim #exitstrategie Denken verboten? Hoffentlich nicht: Gedanken zu einem Leben mit Covid2019

Vorweg: ich teile in diesem Beitrag Gedanken und nehme mir nicht heraus, es besser zu wissen als Andere.

Mich treibt:

  1. das Herunterfahren der Volkswirtschaft durch die diversen Verbote schadet nachhaltig und führt zu einer Verkettung von negativen Effekten:
    ist eigentlich ganz einfach: wer nicht arbeiten kann oder darf oder wer seine Firma oder sein Gewerbe nicht betreiben kann, kann seine Rechnungen nicht bezahlen. Der Rechnungsempfänger hat so selbst keine Einnahmen, kann seine Rechnungen nicht bezahlen und das führt zu Insolvenzen
  2. der Staat kann das nicht nachhaltig auffangen, da die Schutzschirme finanziert werden müssen:
    ist auch nicht besonders kompliziert: Ausgaben des Staates müssen finanziert werden. Dafür gibt es die Steuern, die abhängig vom Wirtschaften sind (kurz- oder längerfristig ist nichts einfach „da“, sondern muss geschaffen werden).
  3. der Virusausbruch ist keine kurzfristige Episode:
    nach Allem, was ich so mitbekomme, ist mit einer kurzfristigen Verfügbarkeit eines Impfstoffes nicht zu rechnen. Auch dann: es dauert sicherlich eine Weile, um 80 mio. Impfdosen herzustellen und diese dann zu impfen.
  4. COVID2019 ist gefährlich hinsichtlich des Potentials, das Gesundheitswesen zu überlasten und insbesondere für Risikogruppen in der Bevölkerung:
    wenn man sieht, wie schnell die Verbreitung sein kann und wie schwer die Fälle verlaufen können.
  5. die Einschränkung der Grundrechte ist durch die Beschränkungen massiv und nicht dauerhaft hinnehmbar:
    Die Artikel 2, 4, 5, 7, 8, 9, 11, 12, 13 und 16 werden mehr oder weniger gravierend von den aktuellen Maßnahmen berührt. Ganz wesentlich die persönliche Freiheit, die Freizügigkeit, das Versammlungsfreiheit, die Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Berufsfreiheit.

Worin besteht also eine Lösung? Im Prinzip kann die Antwort nur lauten, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen beginnen muss. Vorsichtig, schrittweise, unter genauer Beobachtung des Infektionsverlaufs.

Ich denke, dass der Zeitpunkt nicht mehr fern in der Zukunft sein darf, da die Schäden durch den Shutdown sonst den Nutzen dadurch überwiegen und die Zahlenwelt -bei aller Ungewissheit- das hergibt:

  • Die Steigerungsrate bei der kumulierten Anzahl der bestätigten Infektionen nimmt mehr und mehr ab
  • Bei Betrachtung der aktuellen Zahl der Infektionen (nicht kumuliert), pendelt der Wert seit Tagen zwischen grob 50 und 60 Tausend (wobei die Anzahl der Genesenen auf Schätzungen basiert)
  • Es sind rund 40% der beim RKI registrierten Intensivbetten nicht belegt (auch diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen)

Eine Lösung muss Infektionsrisiken und wirtschaftliche Risiken berücksichtigen und sich damit beschäftigen, wie ein Anfahren wieder möglich wird. Dazu gehören Sicherstellen von Abstandsregelungen, Hygiene, vielleicht Masken und die schon diskutierte App. Mir fallen konkrete Dinge ein:

  • Einzelhandel: Beschränkung auf eine gewisse Zahl von Kunden pro Quadratmeter Verkaufsfläche, z.B. 1 Kunde pro 20 qm Fläche. Das dürfte nahezu in jeder Branche möglich sein, egal ob Schuhe, Kleidung, Baumarkt, Blumen, Wurst oder Brot usw. Sogar in der Gastonomie in dieser Art (Abstand der Tische, maximale Gästezahl) möglich.
  • Einzelhandel: Etablieren einer „Einbahnstraßenregelung“ im Laden, das sorgt für weniger Begegnungen in den Fluren
  • Gewerbe: Betrachtung der konkreten Ansteckungsgefahr: z.B. im Solarium wegen der eh geltenden Hygienestandards und Abstände (einzeln in Kabinen) eher problemlos, Fitnessstudio dagegen herausfordernd (Herumlaufen in einem großen Raum) oder Physiotherapie als medizinische Therapie notwendig, reine Entspannungsmassage als nice-to-have verzichtbar.

Schwierig, aber machbar in anderen Bereichen des Lebens:

  • Kirche: Mit Abstandsregeln (z.B. nur jede zweite Bank, Abstand in den Reihen) darstellbar
  • Schule: Ein A und B-Gruppenmodell reduziert die Zahl der Schüler pro Präsenzstunde auf die Hälfte und erlaubt einen gewissen Abstand. Dann ein Modell: Präsenzstunde wechselt mit Arbeitsauftrag ab.
  • KiTa: ein ähnliches rollierendes Modell wie in der Schule: z.B. jede Gruppe ist nur an 2 Wochentagen in der KiTa, an den anderen Tagen sind die anderen Gruppen da. Das reduziert die Kontakte, wenn man z.B. die Präsenzgruppen so wählt, dass die Räume voneinander entfernt sind und man sich abspricht z.B. wer wann den Turnraum und welchen Außenbereich nutzt, usw.

Und darüber hinaus natürlich durchweg:

  • Das Einhalten von Hygiene- und Verhaltensstandards
  • Die Selbstverständlichkeit schon bei ersten Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben
  • Der Schutz von Risikogruppen, wie z.B: Kontaktminimierung für Alters- und Pflegeheime, sowie in Krankenhäusern

Für mich erst einmal leider nicht darstellbar:

  • Großveranstaltungen wie Konzerte, Volksfeste, größere Sportveranstaltungen – ich bin für die Weinfestsaison sehr skeptisch
  • Clubs, Diskotheken, „Nachtleben“

Dies bringt uns noch lange nicht zu 100% Wirtschaftsleistung und zu einem Zustand „vor Corona“ zurück, ist aber ein Anfang und natürlich ein Kompromiss zwischen den beiden Zielen Infektionsschutz und Volkswirtschaft.

Mir geht es mit meinem Beitrag darum, dass über das Wiederanfahren und die Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen jetzt nachgedacht wird. Ein Aufbrechen der mantraartigt vorgetragenen „zu früh darüber nachzudenken“ ist dringend gegeben. Ein „zu früh zum Denken“ gibt es nicht! Keine Denkverbote!

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#Coronavirus #Wachenheim – neues Berechnungsmodell vom Typ „Hoffnung“

Ich habe nun in meinem Berechnungsmodell in diesem Beitrag mit einem linearen Trend beim Wachstumsfaktor gearbeitet. Das zeigt auf, dass es auch in absehbarer Zeit einen Peak geben kann, wenn es gelingt den Wachstumsfaktor weiter abzusenken, wie es die letzten Tage bereits zu sehen war. Das ist zwar mit großer Vorsicht zu genießen, da der Trend sich immer weiter stabilisiert, je weiter die Werte in der Zukunft liegen, aber es zeigt: es gibt Hoffnung auf einen (ersten?) Höhepunkt der Fallzahlen in absehbarer Zeit.

Daumen drücken!

EDIT 3.4.: Trendzeitraum verkürzt. Es erschien mir mit dem längeren Zeitraum als zu optimistisch.

corona_infektionszahlen

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#Coronavirus #Wachenheim flatten the curve?

Ich halte in diesem Beitrag die Zahlen vom Robert-Koch-Institut aktuell, zeige den Wachstumsfaktor auf und stelle eine grafische Aufbereitung zur Verfügung.

Auch nachdem die Gesundheitsämter nach dem Wochenende wieder (hoffentlich) alle Zahlen haben, sieht es generell nach einem sinkenden Wachstumsfaktor aus. Aktuell um die 1,2. Durchhalten! Auf Abstand bleiben, alles was in Richtung unter 1,1 geht hilft richtig!

Wir müssen auch langsam überlegen, wie es in Deutschland weitergeht, auch in Anwesenheit des Virus. Wie können Firmen, Geschäfte, Schulen, KiTas usw. offen haben bei gleichzeitig annehmbaren Infektionsrisiken?

 

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#Coronavirus #Wachenheim Die Zahlenwelt der Infektionen, eigentlich müssen wir 10 Tage in die Zukunft schauen

Ich habe in meinem letzten Beitrag über exponentielles Wachstum geschrieben und auch hochgerechnet.

Die Zahlenbasis entnehme ich Wikipedia und dort werden die Zahlen des Robert-Koch-Institutes fortgeschrieben. Es gibt auch weitere und andere Zahlen aus anderen Quellen. Da es mir im wesentlichen um das Wachstum geht und das in allen Quellen ähnlich aussieht, ändert sich an den Aussagen nichts.

Meine ursprüngliche Hochrechnung vom 14.3. mit dem hinterlegten Wachstumsfaktor von 1,29 ist nicht ganz eingetreten, da seitdem ein durchschnittliches Wachstum mit dem Faktor 1,23 zu beobachten ist. Diese Zahl ist die wesentliche Zahl für die nächsten Wochen. Es gilt genau diesen Wachstumsfaktor zu reduzieren. Genau dafür dienen die Maßnahmen, die alle einen Zweck haben: Reduzierung der Kontakte von Menschen mit dem Ziel, Reduzierung der Gelegenheiten zum Anstecken.

Da die Zahlenbasis aber „bestätigte Infektionen“ heißt, müssen wir rechnen: Es dauert 3 bis 4 Tage bis nach einem Test ein Testergebnis vorliegt. Dieses geht dann über eine Meldekette über das Gesundheitsamt und das Land auch an das RKI. Bis ein Patient Krankheitsmerkmale aufzeigt vergehen auch ein paar Tage. Rechnen wir mit 6 Tagen. D.h. die Zahl der „bestätigten Infektionen“ ist eine Zahl, die gut 10 Tage alt ist.

Umgekehrt gesprochen gibt es in Deutschland rechnerisch beim unterstellten Wachstumsfaktor 1,25 heute bereits 80000 Infizierte. Davon wissen einige das Testergebnis noch nicht und andere merken noch nichts von ihrer Infektion.

Ganz wichtiger Appell: das Reduzieren von Kontakten reduziert das Ansteckungsrisiko. Bei Kontakten spielt die Art und Weise (Abstand halten!!!!) eine wesentliche Rolle für das Ansteckungsrisiko. Plus die mittlerweile hoffentlich bekannten Grundregeln. Anstrengen!!!

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#Coronavirus: exponentielles Wachstum als Problem, wann kippt der Wachstumsfaktor? Rheinland-Pfalz mit vierthöchster Infektionsrate (auf 100000 Einwohner)

Eines der Kernschwierigkeiten in der Coronafrage ist es, den Menschen zu vermitteln, was „exponentielles Wachstum“ bedeutet. Es ist Wachstum mit einem konstanten Wachstumsfaktor, der zwar in der Realität nie 100% genau vorkommt, aber näherungsweise beobachtet werden kann.

Exponentielles Wachstum gibt es z.B. bei der Entwicklung von Computerspeicher oder bei der  Reiskornparabel. Das versuchte Umsetzen der Reiskornparabel (ein Reiskorn, dann auf jedem folgenden Schachbrettfeld doppelt so viele Reiskörner) ist hier schön veranschaulicht.

In Corona beobachten wir lt. Zahlen aus Wikipedia derzeit einen Wachstumsfaktor von in etwa 1,3 in Deutschland. Dieser Faktor führt uns zu einer Infiziertenanzahl von knapp 300000 bis Ende März. Daher lohnen sich die Anstrengungen, diesen Wachstumsfaktor zu verlangsamen. Schafft man die 1,2 wären es rund 80000, mit 1,15 landet man bei 40000.

Bei den Eindämmungsversuchen liegen die Handlungen für meinen Geschmack so sehr bei den Kindern (Schul- usw.- schließungen), dass etwas untergeht, dass alle Bürger sich bewusst und achtsam verhalten müssen. Daher auch an dieser Stelle die Hinweise dazu.

Wer rechnen mag: corona_infektionszahlen

EDIT 16.3.: Ich aktualisiere die Zahlen und füge eine Darstellung des Wachstumsfaktors in die Datei ein.

EDIT 17.3.: neue Zählweise beim RKI (nur elektronische Meldungen erfasst, kein Abgleich mit manuellen Meldungen). Der Wachstumsfaktor pendelt sich aktuell bei eher 1,25 ein mit in den letzten drei Tagen sinkender Tendenz.

Rheinland-Pfalz separat aufgeführt. Aus dieser Sicht: bezogen auf 100000 Einwohner vierthöchste Infektionsrate bundesweit.

EDIT 20.3.: Fortschreibung der Datei. Der Wachstumsfaktor sinkt bisher nicht wirklich entscheidend ab. Neues Dashboard vom Robert-Koch-Institut hier.

EDIT 25.03.: Wachstumsfaktor auf 1,22 angepasst. Wirkung eines sinkenden Faktors wird im Vergleich zum ersten hinterlegten Faktor (1,29) deutlich.

EDIT 27.03.: Wachstumsfaktor nun aus dem Trend der letzten 10 Tage errechnet. Daraus ergibt sich kein exponentielles Wachstum mehr, sondern die Kurve, wenn sich der Wachstumsfaktor weiter reduziert.

EDIT 3.4.: Trend angepasst. Es erschien mir zu optimistisch.

 

 

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#Coronavirus #Wachenheim, die Timeline verstehe ich nicht…

Der Bescheid der Kreisverwaltung zur häuslichen Quarantäne ist da. Ich verstehe die Gründe, aber nicht den zeitlichen Ablauf.

Also inhaltlich sehr vereinfacht: KiTa-Kinder hätten Kontakt zu einem infizierten Kind haben können und deswegen muss ab dem letzten möglichen Kontakt 14 Tage häusliche Quarantäne beachtet werden. Das entspricht der maximal möglichen Inkubationszeit, also nach den 14 Tagen ohne Krankheitszeichen ist klar, dass man nicht angesteckt wurde.

Die zeitliche Komponente verstehe ich -aus dem Blickwinkel eines Vaters- aber gar nicht. Am 4.3. ist die KiTa noch vom Corona infizierten Kind besucht worden. Das ist der 4.3., an dem die Mutter positiv auf Corona getestet wurde. Jetzt wissen wir (u.a. vom Kind, da hat die Auswertung des Testes vom 4.3. bis zum 7.3. gedauert), dass es ein paar Tage zwischen Test und Testergebnis dauert.

Demnach: ca. am Sonntag oder Montag wurde der Mutter etwas in der Art gesagt „Sie haben vielleicht Corona, wir testen Sie“. Vermutlich auch sowas in der Art „passen Sie auf, dass Sie niemanden anstecken“ und sicherlich weitere Anordnungen oder Empfehlungen.

Und in der Situation (warten auf ein Corona-Testergebnis) gibt die Mutter ihr Kind weiter in die KiTa (mindestens bis 4.3.)??

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Kommunikationschaos zu #Coronavirus … aber es lichtet sich.

Sorry für die Deutlichkeit, aber der Kreis versagt hier gerade in der Kommunikation. Wenn Landrat Ihlenfeld schon so deutlich zur Presse ist (…Quarantäne gilt für Kinder und Erzieher…) (Link) und vielleicht es auch vorher schon war (–> die unterschiedlichen Sichtweisen der Rheinpfalz und mir), warum ist es der Kreis nicht auf seiner Homepage (…Wenn bei den betroffenen Personen während der empfohlenen Quarantäne…) (Link)?

Lobenswert jetzt in der Klarheit die Verbandsgemeinde (…Quarantäne gem. usw…) (Link)

Jetzt (Achtung) lobenswert auch die Rheinpfalz für die differenzierte Betrachtung, insbesondere zu der Unterscheidung des Robert-Koch-Institutes hier.

Also ist JETZT Klarheit: Quarantäne, die ab heute 17:00h ausgesprochen und entschieden wurde. Aus der bisherigen Empfehlung (meine Postings zuvor hier und hier) ist nun eine Entscheidung geworden.

Was nun fehlt ist die Kommunikation an die betroffenen Eltern. Eine Information über Internet ist wohl kaum ein ausreichender Weg, auch wenn Whatsapp-Gruppen der Eltern und Telefonketten glühen. Persönliche Ansprache ist dringend gegeben, um sicherzustellen, dass die Information alle Eltern erreicht.

Gar nicht gut: unabhängig von der bisherigen Infektion eine neue Infektion an der IGS.

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