#Covid #Ausgangssperre – hört sich nicht sonderlich durchdacht an

Ich werfe mal ein paar Sachen zusammen

  • Frankreich Inzidenz 370, Ausgangssperre, Grenze nach Deutschland für Pendler offen (Testen)
  • Polen Inzidenz 370, Ausgangssperre?, Grenze nach Deutschland für Pendler offen (Testen)
  • Tschechien Inzidenz 240, Ausgangssperre gerade aufgehoben, Grenze nach Deutschland für Pendler offen (Testen)
  • Deutschland Inzidenz 160, Ausgangssperre regional (ab 3 Tage über 100)

In Deutschland dann (wie in meinem Landkreis) knapp über 100, Ausgangssperre verfügt. Damit darf ich nach 21:00h beim Nachbarn nicht mein Postpaket abholen. Ein paar Stunden später dürfen 40 Kinder zusammen im Schulbus in die Schule fahren, um dort in halber Klassenstärke im Klassenzimmer stundenlang zusammenzusitzen, da die Schulen erst ab 200 in den Fernunterricht gehen.

Gleichzeitig pendeln täglich zehntausende aus Gebieten nach Deutschland, die mindestens eine doppelt so hohe Inzidenz mitbringen als hier.

Deutschlands Corona Hotspots liegen fast durchgängig in grenznahen Gebieten, insbesondere zu Tschechien.

Die aktuellen Infektionen kommen aus dem privaten Bereich, insbesondere wohl aus sozial benachteiligten Milleus (beengte Verhältnisse, Sprachbarrieren).

Da macht das doch keinen Sinn, was da gemacht wird. Da muss an die Aufklärung (auch fremdsprachlich) und an die Grenzen ran (täglicher „gescheiter“ Test).

Quellen z.B. hier hier hier hier und wie die Ausgangssperre in Bordeaux funktioniert, hier

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Antwort, aber kaum Fragen geklärt #Pumptrack #Wachenheim

So kann eine Antwort aussehen, die nicht wirklich auf meine Fragen eingeht. Eingang 10.3.

Am 10.03.2021 um 21:29 schrieb Bechtel, Torsten:

Sehr geehrter Herr Berger,

zunächst möchte ich feststellen, dass die Stadt Wachenheim Eigentümer des Pumptracks ist. Die Stadt Wachenheim hat in diesem Fall über eine zeitweise Schließung entschieden. Wenn wir über das Hausrecht reden, ist das grundsätzlich korrekt. Reden wir über die Zuständigkeit als oberster Ordnungshüter der Verbandsgemeinde ist der Bürgermeister der Verbandsgemeinde gefordert. Selbstverständlich hat hier eine enge vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde als Ordnungsbehörde stattgefunden. In Bad Dürkheim hätte sich Ihre Frage nicht gestellt. Im Übrigen wird damit auch klar, dass der Verteiler der Mail nicht passend ist.

Eine möglicherweise „vergleichbare“ Anlage könnte tatsächlich auch die Alla-Hopp-Anlage in Deidesheim sein. Die Räumung der Anlage in Deidesheim geschah Corona-bedingt. Es lag ausdrücklich nicht an einem „nicht hergestellten Baurecht als Freizeitanlage“ bzw. auch nicht an Lärmschutzgründen. Sie gehen in Ihrem Schreiben also von falschen Voraussetzungen aus.

Daraus folgt, dass die „hypothetische Gefahr“ sehr real gegeben war und ist. Es wurde zur Gefahrenabwehr, in Erwartung einer noch gesteigerten Nachfrage durch die Schließung der umliegenden Anlagen, reagiert. Spätestens nachdem Deidesheim im Betrieb räumen musste, war die anstehende Gefahr konkret!
Insofern sehe ich als Stadtbürgermeister die Verhältnismäßigkeit mehr als gegeben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Spielplatzbereich mit Spielschiff durchgehend und die Pump-Track-Anlage unter der Woche geöffnet ist. Es geht auch darum, Besuche von Nutzern aus Gebieten mit hoher Inzidenz zu vermeiden. Ich denke, dass wir mit Augenmaß und Vernunft agiert haben.

Durch die abgewogene, verantwortungsbewusste Entscheidung der Stadt erscheinen weitere Ausführungen nicht notwendig.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

In der Hoffnung, dass uns allen eine dritte Welle erspart bleibt, verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Torsten Bechtel
Bürgermeister/Stadtbürgermeister

Nun, da von den Fragen eigentlich nur eine geklärt ist, habe ich heute erneut geschrieben. Und zwar wie folgt:

Lieber Bürgermeister Bechtel, herzlichen Dank für die Antwort. Letztendlich beantwortet sie eine der gestellten Fragen – sofern ich die Mail richtig interpretiere: Die Anlage wird in Ausübung des Hausrechts zur Gefahrenabwehr geschlossen.
Interessanterweise deckt sich das nicht mit der Darstellung auf der Homepage der VG Wachenheim. Dort steht mittlerweile unter den „Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus“ und der Überschrift „Ordnungsbehördliche Feststellungen“:

„So wurde in Absprache mit dem Bürgermeister der Stadt Wachenheim a.d.W. die Pumptrack-Anlage am Spielplatzgelände neben dem Schwimmbad in Wachenheim a.d.W. geschlossen. Die Schließung wird jeweils an den Wochenenden (freitags bis sonntags) erneuert. Ebenso wird an den Wochenenden – bis auf weiteres – die Parkfläche zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim a.d.W., auch als Weinstraßenfenster bekannt, geschlossen. Beide Anlagen waren in den letzten Wochen über Gebühr beansprucht worden und insbesondere im Falle der Pumptrack-Anlage bereits wiederholt Basis für Verstöße gegen die Kontaktbeschränkung sowie das Abstandsgebot gewesen.
Um der Betreiberverpflichtung Rechnung zu tragen wurden die vorgenannten Anlagen geschlossen.“


Von daher war der Verteiler doch zutreffend und ich wiederhole die offenen gebliebenen Fragen:

  • Die entsprechende Landesverordnung sieht die Öffnung von Spielplätzen unter der Auflage Maske vor.
    Frage: Ist die Pumptrackanlage als Spielplatz einzuordnen? Falls nein: als was ist sie einzuordnen und was sehen die entsprechenden Verordnungen für Anlagen dieser Art vor?

  • Auf der Hompage der Verbandsgemeinde ist weiterhin zu lesen: „Im Rahmen der Überprüfung der bislang geltenden Regelungen der Corona-Bekämpfungsverordnungen des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Allgemeinverfügungen des Landkreises Bad Dürkheim wurden im Gebiet der Verbandsgemeinde Wachenheim a.d.W. nur wenige Verstöße festgestellt.“
    Frage: hat sich an dieser Einschätzung etwas geändert?

  • Unabhängig gilt auf Spielplätzen und ist zusätzlich vor Ort durch Aushang eine Maskenpflicht verordnet. Auf der Homepage der Verbandsgemeinde wird hingewiesen „wird bei zukünftigen Verstößen entsprechend des einschlägigen Bußgeldkatalogs verfahren. Dieser sieht Bußgelder für sämtliche Verstöße vor. So ist z.B. für die Nichteinhaltung der Mindestabstände zu anderen Personen (Unterschreitung des Abstandes von 1,5 m) ein Regelsatz in Höhe von 50 € vorgesehen“
    Frage: Wieviele Verstöße gegen die Corona-Auflagen sind an dieser Stelle in den letzten 21 Tagen aktenkundig festgestellt worden? Wieviele Bußgelder sind in diesem Zeitraum erhoben worden?

Ich darf erläutern, dass nicht die Nutzung sondern das Mißachten der Regelungen die Frage der Verhältnismäßigkeit einer Sperrung beantworten. Diese begründen die ordnungsbehördliche Feststellung. Weiter muss ein individuelles Vorgehen (Verfolgen der Regelverstöße) einem pauschalen Vorgehen (Sperren der Bahn) vorangehen.
Unterm Strich ist die Frage der Verhältnismäßigkeit mit den bisherigen Informationen nicht geklärt und meine Fragen nicht ausreichend beantwortet.

Freundliche Grüße Andreas Berger FDP Fraktionsvorsitzender

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#Pumptrack sperren? Fragen…

Mail an den Bürgermeister:

Lieber Bürgermeister Bechtel,

zunächst muss ich tatsächlich die Rollenklarheit herstellen. Habe ich es richtig verstanden, dass der Stadtbürgermeister nach Hinweis des Ordnungsamtes die Maßnahme „Sperrung der Pumptrackanlage“ am Wochenende entschieden hat? Sie ist auf der Homepage der Verbandsgemeinde aufgeführt und mit Torsten Bechtel, Bürgermeister unterschrieben. Das wäre nach meinem Verständnis die Rolle Verbandsbürgermeister.

Dann zunächst ein Hinweis: Bei der angesprochenen Schließung „vergleichbarer Anlagen“, ist wohl der Alla-Hopp-Spielplatz in Deidesheim gemeint. Dies ist aus dem Rheinpfalz Artikel vom 27.02. zu schließen. Einschränkungen beim Alla-Hopp Spielplatz in Deidesheim begründen sich jedoch originär aus Lärmbelästigungen und einem nicht hergestellten Baurecht als Freizeitanlage.

Die Begründung zur Sperrung lautet im Fall der Pumptrackbahn letztlich: „keine Basis für eine Vielzahl von Verstößen gegen Corona-Auflagen zu bieten“.

Dies ist, so wie es hier formuliert ist, die Begründung einer Maßnahme gegen eine hypothetische Situation.

Daher meine Punkte und Fragen:

  • Die entsprechende Landesverordnung sieht die Öffnung von Spielplätzen unter der Auflage Maske vor.
    Frage: Ist die Pumptrackanlage als Spielplatz einzuordnen? Falls nein: als was ist sie einzuordnen und was sehen die entsprechenden Verordnungen für Anlagen dieser Art vor?
  • Auf der Hompage der Verbandsgemeinde ist aktuell noch zu lesen: „Im Rahmen der Überprüfung der bislang geltenden Regelungen der Corona-Bekämpfungsverordnungen des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Allgemeinverfügungen des Landkreises Bad Dürkheim wurden im Gebiet der Verbandsgemeinde Wachenheim a.d.W. nur wenige Verstöße festgestellt.“
    Frage: hat sich an dieser Einschätzung etwas geändert?
  • Unabhängig gilt auf Spielplätzen und ist zusätzlich vor Ort durch Aushang eine Maskenpflicht verordnet. Auf der Homepage der Verbandsgemeinde wird hingewiesen „wird bei zukünftigen Verstößen entsprechend des einschlägigen Bußgeldkatalogs verfahren. Dieser sieht Bußgelder für sämtliche Verstöße vor. So ist z.B. für die Nichteinhaltung der Mindestabstände zu anderen Personen (Unterschreitung des Abstandes von 1,5 m) ein Regelsatz in Höhe von 50 € vorgesehen“
    Frage: Wieviele Verstöße gegen die Corona-Auflagen sind an dieser Stelle in den letzten 14 Tagen aktenkundig festgestellt worden? Wieviele Bußgelder sind in diesem Zeitraum erhoben worden?
    Ich weise bereits auf meine Wertung hin, dass ohne hinreichende Aktivität in dieser Richtung die pauschale Sperrung unverhältnismäßig ist.

Die Ansicht, die Gesamtsituation sei chaotisch gewesen, mag stimmen. Wie weit reißerische Überschriften „mit Sperrungen gegen Corona-Hotspots“ begründet sind, mag die Rheinpfalz beurteilen, ich halte diese für irreführend. Ich persönlich denke, dass es an der Anlage insgesamt bessere Regelungen braucht, die im Rahmen einer Nutzungsordnung oder ähnliches zu erstellen sind. Ich rege hier an über Nutzungsszeiten, Staffelungen nach Altersgruppen und generell über eine bessere Abgrenzung Piratenschiff / Pumptrackbahn nachzudenken. Mir geht es dabei weniger um Corona-, sondern um Unfallvorsorge und darum, Nutzungskonflikte zu entschärfen.

Freundliche Grüße Andreas Berger
FDP Fraktionsvorsitzender

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#covid-19 #wachenheim kommunales Handeln notwendig, um Folgen der Pandemie zu mildern und Infektionsrisiken zu minimieren

Seitens der FDP in der Verbandsgemeinde haben wir am Samstag Bürgermeister Bechtel angeschrieben.

Wir blicken dabei auf Infektionsrisiken in Alters- und Pflegeheimen und fordern dazu auf, die Bundeswehr einzusetzen, um das Testen sicherzustellen. Die Verbandsgemeinde soll hier organisatorisch unterstützend tätig werden und z.B. für die Unterbringung sorgen.

Wir sehen dabei auch die Notwendigkeit über Milderungen der Gewerbetreibenden in der Verbandsgemeinde zu sprechen. Das kann z.B. bei der Tourismusabgabe geschehen. Wir fragen auch danach, ob und wie die Verbandsgemeinde bei der Beantragung von Hilfen tätig war.

Den gesamten Mailtext vom 30. Januar 2021 14:49 dokumentiere ich hier:

Lieber Bürgermeister Bechtel,

wir haben zwei Anfragen und Anregungen.
Aus dem Bereich Wirtschaftsförderung. Coronahilfen in der Verbandsgemeinde Wachenheim: Den Medien ist zu entnehmen, dass Hilfen, um die Umsatz- und Ertragsausfälle oder zumindest Fixkosten zu kompensieren nicht oder stark verspätet eintreffen ("Novemberhilfen" kommen im Januar usw). Insbesondere Tourismus und Gastronomie leiden unter den Sperrungen durch die unterschiedlichen Lockdowns.
Unsere Fragen: In welcher Höhe sind Coronahilfen in die Verbandsgemeinde geflossen? Welchen Branchen sind die Mittel zugeflossen? Welche Unterstützung leistet die Verwaltung den Gewerbetreibenden, um die Hilfen zu erlangen?

Darüberhinaus und in Verbindung mit der vorgenannten Frage: gibt es Bestrebungen, Entlastungen von kommunaler Seite zu initiieren, beispielsweise durch den Verzicht oder Reduktion der Tourismusabgabe?

Sofern das bisher noch nicht geschehen ist, regen wir eine Debatte darüber in den zuständigen Gremien an, mit dem Ziel die örtlichen Gewerbetreibenden zu entlasten.

Aus dem Bereich Daseinsvorsorge, öffentliche Sicherheit. Medien sind mehrere Dinge zu entnehmen:
a) aktuelle Ausbrüche von Corona in Pflegeheimen in Deidesheim und Grünstadt, gleichzeitig
b) das zurückhaltende Annehmen der Diensthilfe durch die Bundeswehr beim Durchführen von Schnelltests vor Alters- und Pflegeheimen und dabei
c) liegt der Landkreis Bad Dürkheim mit der 7-Tage-Inzidenz aktuell über dem Bundesschnitt

Dem Träger der Einrichtung soll durch die VG-Verwaltung offensiv und aktiv die Unterstützung der Bundeswehr für die (Schnell-) Testungen der Besucher, Bediensteten und Bewohner angetragen werden. Wir regen ferner eine organisatorische Unterstützung an: der Bundeswehr sollen aktiv Unterkunftsmöglichkeiten in freistehenden Ferienwohnungen angetragen und ggf. finanziert werden. Ziel ist es, die Gesundheit der besonders durch Vireneintrag gefährdeten Heimbewohner zu schützen.

Evtl. zeitweise freie oder überschüssige Kapazitäten der Soldaten können unterstützend in der Kontaktverfolgung des Gesundheitsamtes eingesetzt werden.

Freundliche Grüße
Andreas Berger

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#Covid-19 #Lockdown Die Zahlen werden besser – und nun?

Ich weise noch einmal darauf hin, dass ich die Zahlen hier verfolge und aufbereite. Man kann gut erkennen, wie die Zahl der aktuell Infizierten, aber auch insbesondere die Zahl der Neuinfizierten in 7 Tagen zurückgeht.

Übrigens: Der Landkreis Bad Dürkheim ist mit seiner 7-Tage-Inzidenz aktuell über der Inzidenz im Bundesschnitt und auch von Rheinland-Pfalz. Stark mitverantwortlich: Ausbrüche in Alters- bzw. Pflegeheimen.

Mein Text eignet sich prima für Framing „Menschenversuche, Gesundheitsgefährder“ und was weiss ich, was man sich noch einfallen lassen kann, nur werde ich aufgreifen, was in einem Jahr Pandemie nicht ausreichend gemacht wurde: Die Infektionsgefahr durch das Virus verstehen und sich dahingehend anpassen.

Ich beginne nicht groß mit dem Impfthema, nur so viel: Dass hier noch alle Beteiligten auf ihren Pöstchen sitzen ist unfassbar. Komplettes Staatsversagen!

Sich verbessernde Zahlen, bei gleichzeitig wenig Hoffnung auf baldige Impfung und nicht mehr lange Aushalten der Lockdowns. Also was tun?

Ich plädiere für Experimentieren und Lernen. Hört sich vermutlich für manche Leser schlimmer an als es gemeint ist.

Nun, ich gehe von der Tatsache aus (kann man in den täglichen Situationsberichten des RKI lesen),

dass die hohen bundesweiten Fallzahlen werden durch zumeist diffuse Geschehen mit zahlreichen Häufungen insbesondere in
Haushalten, im beruflichen Umfeld und Alten- und Pflegeheimen verursacht“
.

(RKI, täglicher Situationsbericht z.B. 29.01.2021)

Also beginnen wir mit Wiederöffnungen im Experimentierumfeld. Keine Lockdownverlängerung, sondern ab 15. Februar für jeweils zunächst 14 Tage z.B

  • Öffnung von Schulen und KiTa z.B. im Berliner Raum
  • parallel dazu Öffnen des gesamten Einzelhandels z.B. im Hamburger Raum
  • parallel dazu Öffnen der körpernahen Dienstleistungen z.B. im Kölner Raum
  • parallel dazu Öffnen Gastronomie z.B. im Münchener Raum
  • usw.

Nach 14 Tagen lernt man dazu: Was ist mit den Infektionszahlen in diesem Raum im Vergleich zur restlichen Republik geschehen. Gibt es keine Abweichung gibt es auch keinen Effekt und der Punkt kann bundesweit umgesetzt werden. Gibt es eine negative Abweichung, weiss man wie stark die Auswirkung ist und man weiss genauer wie groß das Risiko genau dieses Punktes ist.

Insgesamt kommt man so aus dem Bereich der Spekulation und der Virusbetrachtung in der Petrischale hinaus hin zum echten Leben.

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#Corona #Versagen Es kann doch nicht wahr sein, dass die Politik außer Leute einschließen nichts drauf hat

Die Überschrift sagt es bereits aus: I am not amused und werde das an einigen Punkten darstellen.

Impfversagen

Hier könnte ich fast schreiben „ohne Worte“.

In Deutschland wurde der vielversprechenste Impfstoff entwickelt und wir bestellen über die Monsterbürokratenorganisation EU. Das hat zur Folge, dass die Genehmigung ewig dauerte und möglicherweise auf Grund von EU-Paritäten (Sanofi hat noch nicht und muss auch mal …) nicht genug Impfstoff vorhanden ist.

Die anderen „dummen“ Staatsdiener wie Trump, Johnson oder Nethanjahu haben es geschafft rechtzeitig und so viel Impfstoff zu bestellen, dass das Impfen früher und mit mehr Geschwindigkeit losgehen konnte.

Ohne Worte.

Jeder Tag Pandemie kostet Menschenleben, jeder Tag ruiniert auch wirtschaftliche Existenzen, jeder Tag verschlingt Unsummen (man hätte wesentlich billiger bei drei verschiedenen Anbietern Impfdosen für die gesamte Bevölkerung ordern können und den Überschuss anschließend verschenken können)

Ich stelle mir die Frage: Wenn die Strategie „Pandemie verkürzen“ ist und man dafür wirklich alles tun soll, ist man dem wirklich nachgekommen?

Was kann man jetzt tun? Leider nicht so viel: 

  • Nachbestellen,
  • Schauen, ob man eine Dosis mehr herausbringt und
  • Schauen, ob man die Zweitimpfung etwas schieben kann.

Schlau wäre es, wenn man bei der Impfreihenfolge das Sterblichkeitsrisiko an einer Covid-Infektion (Alter und Vorerkrankungen der Menschen!) und dann auch das Ansteckungsrisiko betrachtet (wie groß ist die Gefahr dem Virus zu begegnen). Dann kommen Berufsbilder wie Ärzte, Pfleger, Erzieher, Lehrer, Polizisten, Busfahrer, Kassierer usw. recht schnell vor.

Versagen beim Schutz der Menschen

In Deutschland sind rund 70% der Menschen, die an einer Covid-19 Infektion sterben über 80 Jahre alt. Wenn man es ab 60 Jahre betrachtet sind es 96% der Todesfälle!

Gleichzeitig ist die Inzidenz (von 100.000 Menschen: wieviele stecken sich in 7 Tagen an?) aktuell 115. Bei den über 80 aber 287.

RKI-Situationsbericht:

"Die hohen bundesweiten Fallzahlen werden durch zumeist diffuse Geschehen, mit zahlreichen Häufungen insbesondere in Haushalten und Alten- und Pflegeheimen verursacht."

Es ist für Covid-19 Verhältnisse altes Wissen, dass die älteren Menschen wesentlich gefährdeter sind und wir schaffen es immer noch nicht, die alten Menschen wirksam zu schützen!

Ich stelle mir die Frage: Wenn die Strategie „Menschenschutz“ ist und man dafür wirklich alles tun soll, ist man dem wirklich nachgekommen?

Was kann man jetzt tun? Aus den Ankündigungen Taten folgen lassen:

  • für den Personenkreis – sagen wir über 70 FFP2 Masken zur Verfügung stellen
  • Betreten von Alters- und Pflegeheimen, sowie Krankenhäuser usw. für Besucher nur nach Schnelltest
  • Personal von Alters- und Pflegeheimen, sowie Krankenhäuser usw. mit Patientenkontakt 2x pro Woche testen
  • personelle Unterstützung von Alters- und Pflegeheimen, sowie Krankenhäuser usw. zur Durchführung der Tests durch z.B. Bundeswehr, THW, usw.
  • kostenlose Taxifahrten, um Erledigungen durchzuführen für den Personenkreis über 70
  • extra Einkaufszeiten oder kostenlosen Bestell- und Lieferservice für den Personenkreis über 70

Versagen bei den Maßnahmen

Leider, wirklich leider kommen mir die in den Medien staatstragend auftretenden Politiker so vor, dass die Tatkraft vorgetäuscht ist und von eigenen Versäumnissen ablenken soll.

Zu den aufgeführten Versagen kommt noch die fragwürdige Wirksamkeit der Lockdownbeschlüsse dazu. Die meisten Beschlüsse bringen weniger eine Einschränkung der Infektion mit sich, aber wesentliche Einschränkungen der Freiheiten und mehr fällt den Damen und Herren Politiker auch nicht wirklich ein.

Ein Lernen aus den Beschlüssen findet auch nicht statt. Rein aus der Beobachtung des Lockdown Light muss man z.B. erkennen können, dass der Hotel- und Gastronomielockdown keine oder kaum Wirkung gezeigt hat. Ich erspare mit weitere Beispiele (habe ich in einem vorherigen Beitrag schon aufgeführt). Es wäre folgerichtig zu sagen: ok, hat nicht funktioniert, probieren wir was Anderes aus, stattdessen: es reicht nicht, wir machen noch mehr. Das ist in etwa wie beim Essen: oh es fehlt Schärfe, lass uns noch mehr salzen, Salz habe ich gerade in Reichweite.

Anderes, aktuelles Beispiel: Wenn man mal auf die Corona-Karte des RKI schaut, fällt auf, dass die Landkreise mit den höchsten Inzidenzzahlen in der Nähe von Tschechien liegen. Dort liegt die Inzidenzzahl aktuell bei 652,6. Und der berufsbedingte Grenzverkehr ist weiter möglich. Vielleicht passt das ja zusammen mit der Passage aus dem täglichen Situationsbericht des RKI:

"So werden zunehmend COVID-19-bedingte Ausbrüche in Haushalten und Alten- und Pflegeheimen übermittelt, aber auch im beruflichen Setting"

Ich stelle mir die Frage: Wenn die Strategie „Menschenschutz“ und „Pandemie verkürzen“ und „Schaden gering halten“ ist und man dafür wirklich alles tun soll, ist man dem wirklich nachgekommen?

Was kann man jetzt tun? Wirksame Maßnahmen treffen und diese dort, wo es wirklich darauf ankommt nachhalten. Menschen gängeln einstellen – es ist doch sonnenklar, dass sich die Menschen nicht ewig einsperren lassen und dann dort hingehen, wo es (noch) erlaubt ist. Es ist doch besser, dass die Menschen dort sind, wo es Hygienekonzepte gibt, als dort, wo es nichts gibt.

  • Rückfahren der Beschränkungen, wo es auf das Ausbreitungsrisiko nicht wesentlich ist, z.B. Hotel und Gastro, Hallenbad, Sonnenstudio, Einzelhandel, geregelte Freizeitbereiche bei Hochfahren der Hygienekonzepte (Abstand, Lüften, usw)
  • Scharfe Kontrolle der Hygienekonzepte. Schwarze Schafe= Einstellen des Betriebes für eine Woche ohne Ausgleich
  • Offenhalten von Schulen und KiTas, um Berufstätigkeit zu ermöglichen
  • Kontaktreduzierung auf Familie und Beruf
  • AHA+L auf den gesamten öffentlichen Bereich ausdehnen

 

 

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#covid-19 #lockdown leider zu späte und leider falsche Entscheidungen

Hier hatte ich bereits Mitte August auf die ansteigenden Infektionszahlen und die Quellen (Reisen aus dem Ausland, Familienfeiern, Party- und Feiergeschehen) hingewiesen. Das Verrückte ist, dass man seit Mitte August im Wesentlichen nichts dagegen unternommen hat.

Nun soll jetzt der zweite Shutdown die Wende herbeiführen. Nur: Wie nachhaltig ist die Strategie und wie passgenau?

Nachhaltig kaum: Es gibt Shutdown und danach wüsste ich ohne eine Veränderung der Strategie insbesondere bei den genannten Punkten keinen Grund, warum es besser laufen sollte.

Passgenau gar nicht: Es werden Bereiche in den Shutdown getrieben, die ein funktionierendes Hygienekonzept haben oder keine Massenverbreitungsquelle sind, wie z.B. Schwimmbäder, große Teile im Vereinssport, Sonnenstudios, Tanzschulen, große Teile der Gastronomie usw. Dort ist das Infektionsgeschehen kontrollierbar. Und dennoch: wir werden mit einer gewissen individuellen Ansteckungsgefahr leben müssen, da trotz Kontrollierbarkeit ein 100%iger Schutz vor einer Infektion nicht darstellbar ist. Wir müssen aber gleichzeitig Gefahrenquellen, die die unkontrollierte Ausbreitung begünstigen, eliminieren. *

Statt die funktionierenden Konzepte zu würdigen und schwarze Schafe aufzuspüren oder das Bar und Kneipengeschehen z.B. durch eine Sitzplatzpflicht mit Abständen in geregelte Bahnen zu bringen, wird einfach per Zwang geschlossen. Ein Fehler!

Ich denke, dass eine Strategie, die dauerhaft durchzuhalten ist, der richtige Weg ist. Hygienekonzepte für Branchen finden, anwenden und die Einhaltung durchsetzen. Da der private Bereich ein Treiber der Infektion geworden ist, müssen hier aktuell auch Kontaktbeschränkungen gelten. Das wird nur nicht aktiv durchsetzbar sein, sondern durch Vernunft gelebt werden. Dazu gehört ja auch das Einhalten der AHA+L Regel.

Ich finde es im höchste Maße unverhältnismäßig und bevormundend, sogar gängelnd, was das nicht-Verfassungsorgan „Ministerpräsidentenkonferenz und Kanzlerin“ ausgekungelt haben.

*Edit: Ich habe den Absatz erweitert und so klarer gestellt. Mir geht es um eine differenzierte Betrachtung.
Im ursprünglichen Beitrag hieß es: Passgenau gar nicht: Es werden Bereiche in den Shutdown getrieben, die ein funktionierendes Hygienekonzept haben. Schwimmbäder, Vereinssport, Sonnenstudios, Tanzschulen, große Teile der Gastronomie usw.

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#Covid19 #Corona Das Virus ist zurück in Wachenheim

Leider ist die KiTa in Wachenheim in zwei Gruppen betroffen. Betroffene Erzieher und Kinder müssen zunächst einmal in Quarantäne. Ob einmal durchgetestet wird, ist noch nicht bekannt.

Update: Die betroffenen Kinder aus den beiden Gruppen werden getestet. 

https://www.kreis-bad-duerkheim.de/kv_bad_duerkheim/Aktuelles/Pressemeldungen/Coronavirus/Kindertagesst%C3%A4tte%20in%20Wachenheim%20von%20Coronaf%C3%A4llen%20betroffen/

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#Covid19 #Corona – jetzt wird es langsam ungemütlich

Ich hatte zuletzt hier noch im August geschrieben, dass die Indikatoren negativ aussehen. Die Zahlen führe ich hier fort und sie sehen nicht gut aus:

  • es gibt aktuell rund 47000 aktiv Infizierte in Deutschland,
  • in den letzten 7 Tagen gab es 31000 Neuinfizierte, das zeigt bereits wie dynamisch aktuell die Entwicklung ist und
  • es gibt ein stetiges und sich beschleunigendes Wachstum der Zahlen

Ich füge aus meiner Datei auch gerne die Grafik ein, sie zeigt die Zahl der in 7 Tagen neu Infizierten und den 7-Tage-Wachstumswert (also jeweils die Veränderung von Tag zu Tag bei der Betrachtung der in den letzten 7 Tagen neu Infizierten).

Eigentlich gibt es ein ganz einfaches Mittel: AHA+L. Es ist ganz einfach: Das, was im Sommer draußen unproblematisch ist, ist in geschlossenen Räumen kritisch. Daher ist höchste Vorsicht bei Feierlichkeiten und im Nachtleben geboten. Kritisch sehe ich da: die große Anzahl von Menschen, geringer Abstand, gerne auch Alkohol der enthemmt in einem geschlossenen Raum.

Aufpassen ist keine Obrigkeitshörigkeit sondern mitmenschliches Verhalten zum Schutz der Menschen, für die Covid19 besonders gefährlich ist.

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auch bei uns ist die Pandemie nicht vorbei

Ich führe ja hier die Zahlen der Coronapandemie fort auf Deutschland- und Rheinland Pfalz – Ebene. Mit Tageszahl der Infizierten, 7-Tagessumme an Neuinfizierten, sowie einen 7-Tage-Wachstumswert (da vergleiche ich die 7-Tagessummen miteinander).

ALLE diese Indikatoren sind gerade negativ:

  • es gibt aktuell rund 12000 aktiv Infizierte – wir waren bei 4600.
  • die letzten 7 Tage gibt es 7200 Neuinfizierte – wir waren bei 2300
  • der 7-Tagewachstumswert ist seit 4 Wochen fast ausschließlich positv

Man kann das auch an der folgenden Grafik gut sehen. Die hellblaue Kurve zeigt die Neuinfizierte der jeweils letzten 7 Tage an, die kleinen Balken das Wachstum dieser Kurve (positiv wie negativ)

20200814_Grafik.jpg

In Rheinland-Pfalz ist das nicht wirklich besser. Wir waren unten bei einstelligen Neuinfektionen pro Tag. Zuletzt waren es 85!

20200814_Grafik_RLP.jpg

Liebe Risikogebietbereiser, Partygänger, Massenveranstaltungsbesucher: Bitte passt auf eure Mitmenschen auf!

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